Die Unterscheidung zwischen Multi Language Vendor (MLV) und Single Language Vendor (SLV) stammt aus der Software-Lokalisierung, wo sich über die Jahre eine Arbeitsteilung eingebürgert hat: Ein MLV übernimmt die Projektleitung und vergibt die eigentliche Übersetzung an zahlreiche SLVs.
Im Markt setzt sich aber - auch wegen der besseren technischen Möglichkeiten - immer mehr eine direkte Vergabe der Aufträge an SLVs durch.
Reine SLVs, die nur ein Sprachpaar in eine Richtung bedienen, gibt es praktisch nur in Form von Zulieferfirmen in der Softwarewelt.
Wir sind vom Kern her ein SLV (für Englisch-Deutsch), beliefern unsere Kunden aber auch mit Übersetzungen aus vielen anderen Sprachen ins Deutsche und aus dem Deutschen und Englischen in viele Sprachen.
Sind wir damit ein MLV? Im klassischen Sinne sicher nicht. Unser Beispiel zeigt, dass die Unterscheidung willkürlich ist.
Für Kunden, die nur ein Sprachpaar von uns bedient haben möchten, bauen wir ein geeignetes Team auf. Wünscht der Kunde eine mehrsprachliche Lösung, wählen wir einen anderen Ansatz mit einem anderen Team. Ein und dieselbe Lösung für alle gibt es nicht!

Ein Übersetzer kann seine Arbeit theoretisch überall leisten (siehe
Nah & fern), allerdings sollte er aus Qualitätsgründen im Zielland sitzen.
Was bringt also eine Vergabe in ein "Billigland"?
Geringere Verwaltungskosten zum Preis einer deutlich verschlechterten Kommunikation.
Die Offshoring-Welle ist nicht zufällig wieder zurückgeschwappt.
„Wir sind ein großes Unternehmen, also brauchen wir auch einen großen Dienstleister!” hören wir öfter. Bedenkt man aber, dass wir einen der größten Softwarehersteller der Welt zu dessen vollen Zufriedenheit bedienen, muss man diese Aussage wohl revidieren.
Wozu brauchen Sie einen wirklich großen Anbieter? Für sehr große, komplexe Projekte in viele Sprachen auf einmal.
Wir haben zwar „nur” 15 fest angestellte Mitarbeiter, aber durch unseren Stamm an Freiberuflern (siehe Struktur) ist die gefühlte Größe und, weit wichtiger, die Kapazität für den allergrößten Teil der Übersetzungsaufträge mehr als ausreichend.
Andererseits haben wir nicht den großen, unbeweglichen Apparat, der bei jedem Auftrag kostenträchtig und zeitaufwändig in Gang gesetzt werden muss, und können daher flexibel und schnell auf Kundenwünsche reagieren.